Unterwegs mit dem TESLA Roadster

Wie fühlt sich eine Reise mit dem Auto an?
Für alle Enthusiasten: Es fühlt sich wie grenzenlose Freiheit an! Frei von allem, ungezwungen einfach darauf losfahren. Alles kein Problem, doch mit einem Elektroauto?
Dieser Aufgabe widmete sich Daniel B. und lässt uns seine Erlebnisse mit euch teilen!

Susten – Furka – Grimsel

Dieser zentralschweizer Pass zählt zu den Klassikern, kein Wunder also das die Strecke Heimat klassischer Automobile, Motorradfahrern und Fans von Fahrzeugen aller Art ist.
Doch mit einem Elektroauto ist das etwas durchaus spannendes!

Daniel Besmer ist mit seinem Tesla Roadster auf Tour gegangen und wir dürfen euch sein Erlebnis weitergeben – Seid gespannt!

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Ein Bericht von Daniel Besmer

Heute steht der Klassiker „Susten – Furka – Grimsel“ an. Mit dem Donky unzählige Male gemacht – Jetzt 100% elektrisch! Der Akku ist voll, die Vorfreude ist riesig!

Los geht es in Heimberg, das Wetter stimmt.

Interlaken – Erster Halt im Des Alpes, leider noch nicht offen.

Interlaken – Nach gefahrenen 30 km hat sich die Reichweite um nur 25 km reduziert.
Im Roadster lässt sich mit feinfühliger Fahrweise noch etwas mehr rausholen als im Model S.

Brienz – Eine erste Stärkung ist hoch willkommen.

Brienz – Nach weiteren 15 km steht die Bilanz von Kapazität zu Distanz noch immer bei +5 km!

Brienz – Bei der Talstation der Brienzrothornbahn feinen Öko-Strom nuggeln? Nicht nötig…

Innertkirchen – Ich habe nach 66 km noch eine Bilanz von +4 km. Dazu gekommen sind gegenüber Heimberg noch 60 Höhenmeter. Diese bekomme ich bei der Heimreise in Folge der Rekuperation als potentielle Energie wieder zurück.

Innertkirchen – Auch die KWO bietet gratis elektrische Wasserkraft zur freien Verfügung.
Ladegerät ist vorhanden, ich lehne wieder dankend ab.

Auf dem Susten angekommen ist wie erwartet die Reichweite zurück gegangen.
Aktuelle Bilanz -40 km. Dafür habe ich einen Höhengewinn von +1’650 m.
In Wassen wird wieder bilanziert.

Die Sonne macht sich breit und wärmt wohlig warm…

In Wassen angekommen ist die Bilanz noch -16 km. Höhendifferenz Innerkirchen-Susten-Wassen ist 630-2’220-900 m. Man rechne (idealisiert): Von I nach S -44 km für 1’590 m; von S nach W -28 km aus 1’320 m ergibt eine Energie-Rückgewinnung von 78%. Habe Dank regenerativem Bremsen zwischen Sustenpass und Wassen die mechanische Bremse nicht einmal gebraucht – und bin dabei weder ein- noch überholt worden!

Die Sonne wärmt weiterhin herrlich! 🙂

Während ich mich im Chedi Andermatt stärke…

…nuggelet Roadely am Tesla Destination Charger.

Mit 73% machen wir uns wieder auf den Weg.

Das wunderbare Wetter hat mich zu einem Abstecher ins Tessin verleitet…

… Und treffe auf eine Horde Fossil Cars.

Geniesse eine feine Glace und gönne Roadely ein paar Elektronen an der ersten 150 kW Ladestation bei Airolo.

Auf dem Nufenen angekommen. Von 29° in Airolo sind hier noch 11° übrig geblieben.

Der Ausbau der Energiegewinnung durch Windkraft auf dem Nufenen erfreut natürlich mein Herz!

In Oberwald angekommen. Es bleiben nach 215 km noch errechnete 146 km und eine Höhendifferenz von 780 m – passt!

Auf der Grimsel ist es garstig…

Werte vorerst unkommentiert. Will in wärmere Zone…

Pure Energie – leider etwas unter Kostendruck.

Zurück in Innertkirchen. Bis Heimberg sind es noch 69 km.

Zuhause in Heimberg.

Fazit:
– gefahrene Strecke: 325 km
– Restreichweite im Akku: 96 km
– unterwegs geladen: -57 km
– mögliche Strecke ohne Ladungen unterwegs: 364 km
– am Morgen prognostizierte Strecke: 371 km

Ich wäre also ohne die beiden Zwischenladungen 364 km weit gekommen. Das entspricht ziemlich genau der vom Bordcomputer am Morgen mit 371 km versprochen Strecke.
Für den Roadster verspricht Tesla eine maximale Reichweite von 350 km für neue Akkus. Ich bin mit 364 km höchst zufrieden. Der Akku ist übrigens 4 Jahre alt. Von Kapazitätsverlust kann also keine Rede sein.