Rally Dakar 2018 – Abschnitt Peru

Die Rallye Dakar 2018 ist die 40. Austragung der Rallye Dakar, sie findet zum 10. mal in Südamerika statt. Am 6. Jänner starteten insgesamt 335 Fahrzeuge um die, je nach Klasse, zwischen 8300 und 8800 km lange Rally zu bestreiten.

 

Davon sind 4300 km gezeitet und führen die Fahrer der 139 Motorräder, 49 Quads, 92 Autos, 11 UTVs und 44 Trucks durch Peru, Bolivien und Argentinien.

Gestartet wird in Peru, genauer in Lima und nach einer 241 km langen Verbindungsetappe startet die erste gezeitete Etappe von 31 km in die Dunas de California und endete in Pisco.
Bei den Motorrädern konnte sich Sam Sunderland (GBR) auf KTM knapp vor Adrien van Beveren (FRA) auf Yamaha und Pablo Quintanilla (CHL) auf Husqvarna durchsetzen.

Bei den Autos hatte der 9-Fache WRC Rally Weltmeister Sebastien Loeb gleich auf der ersten Etappe mit Bremsproblemen zu kämpfen. Er konnte seinen Peugeot 3008 Dakar Buggy nur durch querstellen abbremsen und verlor 5 Minuten und 37 Sekunden und kam nur auf Platz 27.
Die erste Etappe konnte der 2-fache Dakar Sieger Nasser Al-Attiyah aus Katar für sich entscheiden. Auf Platz 2 kam sein Teamkollege Bernhard ten Brinke (NLD) mit dem zweiten Toyota Gazoo Racing Hilux. Dritter wurde der Peruaner Nicolás Fuchs auf dem BORGWARD Rally Team BX7.

Bei den Trucks kam der Tscheche Aleš Loprais auf Tatra vor Martin van den Brink (NLD) auf Renault und Eduard Nikolajew (RUS) auf Kamaz ins Ziel.


Die zweite Etappe startete und endete in Pisco und ging über 267 gewertete Kilometer.
Bei den Motorräder konnte der Spanier Joan Barreda Bort auf Honda die Etappe für sich entscheiden, Zweiter wurde Adrien van Beveren auf Yamaha und dritter
der Österreicher Matthias Walkner auf KTM.

Bei den Autos überschlug sich der Amerikaner Bryce Menzies mit seinem X-Raid Mini Buggy und konnte die Rally nicht fortsetzen. Menzies und sein Beifahrer wurden nur leicht verletzt.
Im späteren Verlauf der Etappe hatten die beiden X-Raid Fahrer Yazeed Al-Rajhi und Boris Garafulic ebenfalls Pech als sie Frontal auf einen Dünnenkam kollidierten und erst
nach mehreren Stunden Reparatur weiterfahren konnten. Ebenso überschlug sich der Toyota Fahrer Lucio Alvarez aus Argentinien, konnte aber seinen Hilux wieder aufrichten verlor aber über 3 Stunden an Zeit. Die Etappe war dafür ein großer Erfolg für das Peugeot Total Team. Der Franzose Cyrel Despres siegte vor seinen Landsmännern Stephane Peterhansel und Sebastien Loeb.

Bei den Trucks siegte der Russe Eduard Nikolajew auf Kamaz vor dem Argentinier Federico Villagra auf Iveco und Aleš Loprais auf Tatra.

Die dritte Etappe führte von Pisco nach San Juan de Marcona über insgesamt 502 km, davon 295 km gewertet. Bei den Motorrädern konnte sich abermals Sam Sunderland auf KTM als erster positionieren und kam vor dem Argentinier Kevin Benavides auf Honda und dem Australier Toby Price auf KTM ins Ziel.

Bei den Autos brannte der Toyota Hilux der Argentinieren Alicia Reina aufgrund eines technischen Defekts komplett aus. Reina und ihr Beifahrer blieben unverletzt. Der Spanier Nani Roma überschlägt sich mit seinem X-Raid Mini nur 1 km vor dem Ziel der Wertungsprüfung und muss mit verdacht auf Schädel/Hirn Trauma ins Krankenhaus geflogen werden. Am Ende konnte sich der Toyota Fahrer Nasser Al-Attiyah gegen die Peugeots von Stephane Peterhansel und Carlos Sainz durchsetzen.

Bei den Trucks konnte der Argentinier Federico Villagra auf Iveco die Etappe für sich entscheiden, Zweiter wurde Eduard Nikolajew auf Kamaz und dritter der Russe Airat Mardejew ebenfalls auf Kamaz.

Die vierte Etappe startete und endete in San Juan de Marcona und führte über 444 km, davon 330 km gewertet. Bei den Motorrädern kam der Franzose Adrien van Beveren auf Yamaha vor seinem Teamkollegen Xavier de Soultrait (FRA) und dem Österreicher Matthias Walkner auf KTM ins Ziel.
Der Britte Sam Sunderland, der zu diesen Zeitpunkt Gesamtführender war, musste mit einer Rückenverletzung bei der er zeitweise das Gefühl in seinen Beinen verlor mit dem Hubschrauber abtransportiert werden und schied aus.

Bei den Autos kamen das Peugeot Team wieder als die ersten 3 ins Ziel. Sébastien Loeb konnte sich gegen Carlos Sainz und Stéphane Peterhansel durchsetzen. Der Sieger der zweiten Etappe, Cyrel Despres, erwischte 180 km in der Etappe einen großen Stein der seinen Peugeot 3008 Dakar Buggy das linke Hinterrad abriss und die Aufhängung zerstörte. Ohne Möglichkeit zur Reparatur musste er auf seinen Reparaturtruck warten und verlor 29 Stunden. Der Toyota von Nasser Al-Attiyah hatte bei KM 204 einen Reifenschaden der ihn ein paar Minuten kostete nur um wenig später in einer Sandfalle zu geraten die ihn fast 55 Minuten kostete. Teamkollege Giniel De Villiers (ZAF) musste ebenfalls Reparaturen an seinem Toyota durchführen und verlor über eine Stunde.

Bei den Trucks konnte sich der Russe Eduard Nikolajew auf Kamaz abermals durchsetzen und kam vor Argentinier Federico Villagra auf Iveco und dem Tschechen Martin Kolomý auf Tatra ins Ziel.

Zur fünften und letzten vollen Etappe in Peru von San Juan de Marcona nach Arequipa fahren die Motorräder und Quads eine andere Route als die Autos und Trucks. Die Motorrad Etappe geht über 770 km, bei gezeiteten 264 km während die Autos und Trucks über 933 km und 267 gezeiteten km führt.

Bei den Motorrädern konnte abermals Joan Barreda Bort auf Honda durchsetzen. Zweiter wurde der Österreicher Matthias Walkner auf KTM vor dem Argentinier Kevin Benavides auf Honda.

Bei den Autos stürzt Sebastien Leob mit seinem Peugeot 3008 in ein Sandloch, dabei bricht sich sein Beifahrer Daniel Elena das Brustbein und das Team muss aufgeben. Yazeed Al-Rajhi aus Saudi-Arabien schleudert am Strandabschnitt der Etappe ins Meer und versenkt dabei seinen X-Raid Mini Buggy. Die Etappe gewinnt der Peugeot Fahrer Stéphane Peterhansel vor den beiden Toyota Piloten Bernhard ten Brinke und Giniel De Villiers.

In der fünften Etappe für die Trucks stürzte der Gesamtführende Eduard Nikolajew mit seinem Kamaz um. Großen Sportsgeist bewies Martin Kolomý in seinem Tatra der anhielt und
sofort dabei half den Kamaz wieder aufzurichten. Dadurch verlor Nikolajew nur wenige Minuten und konnte die Etappe gewinnen. Zweiter wurde der Russe Dmitri Sotnikow und Dritter
sein Landsman Airat Mardejew, beide auf Kamaz.

Gesamtwertung Motorräder nach 5 Etappen:

1. Adrien van Beveren   FRA    Yamaha WR450F           14:37:40
2. Kevin Benavides       ARG    Honda CRF 450 Rally   +0:01:00
3. Matthias Walkner     AUT     KTM450 Rally Replica +0:01:14
4. Joan Barreda Bort     ESP      Honda CRF 450 Rally +0:07:33
5. Xavier de Soultrait    FRA     Yamaha WR450F         +0:07:44

Gesamtwertung Autos nach 5 Etappen:

1. Stéphane Peterhansel FRA     Peugeot 3008 DKR     13:27:26
2. Carlos Sainz                 ESP     Peugeot 3008 DKR      +0:31:16
3. Bernhard ten Brinke   NLD    Toyota Hilux                   +1:15:16
4. Nasser Al-Attiyah        QAT    Toyota Hilux                   +1:23:21
5. Giniel De Villiers         ZAF     Toyota Hilux                   +1:34:34

Gesamtwertung Trucks nach 5 Etappen:

1. Eduard Nikolajew        RUS     Kamaz 4326              15:59:39
2. Federico Villagra        ARG     Iveco Powerstar       +0:58:05
3. Siarhei Viazovich        BLR      MAZ 5309 RR           +2:43:46
4. Martin Macik              RUS      LIAZ 111.154                +3:15:40
5. Teruhito Sugawara    JPN        Hino 500 Series      +3:24:08

 

 

Bildquelle: eurosport.de