Die Formel 1 in Singapur

Seit 2008 wird das Nachtrennen auf dem Marina Bay Street Circuit ausgetragen.

Die heutige, 5,067 km lange Rennstrecke wird entgegen dem Uhrzeigersinn befahren und bietet Platz für 80.000 bis 90.000 Zuschauer. Zu 70 % besteht sie aus sonst öffentlichen Straßen. Die permanenten Teile, für deren Design der deutsche Bauingenieur und Rennstreckenspezialist Hermann Tilke verantwortlich zeichnet, kosteten zirka 16 Millionen Euro und wurden bis Juli 2008 fertiggestellt. Der Kurs ist sehr breit gebaut worden, die engste Stelle der Strecke misst zehn Meter, was auf der Rennstrecke in Monaco der breitesten Stelle entspricht. Die Anzahl von 26 Kurven (15 links, 11 rechts) ist die derzeit höchste im Formel-1-Kalender und verlangt dem Getriebe durch die zahlreichen Schaltvorgänge viel ab.

Der Große Preis von Singapur wird als Nachtrennen ausgetragen – der Start ist üblicherweise um 20 Uhr Ortszeit ( 14 Uhr MESZ ) – ein Novum in der Formel 1. Im Einsatz sind 1485 Scheinwerfer, die für eine durchschnittliche Beleuchtungsstärke von 3000 Lux auf der Strecke sorgen und von zwölf mit Back-up-Systemen versehenen Generatoren ( ein 13. Generator befindet sich auf einem LKW und dient als Notfallaggregat) angetrieben werden. Die von der italienischen Firma Valerio Maioli S.p.A. gefertigten Scheinwerfer sind in einer Höhe von 10 Meter montiert. Ihre Gesamtleistung wird mit 3 Megawatt angegeben – wobei ein Scheinwerfer eine Leistung von 2000 Watt und einen Lichtstrom von 220.000 Lumen besitzt. Sollten zwei aufeinanderfolgende Scheinwerfer ausfallen, wäre die Sicht der Fahrer trotzdem nicht eingeschränkt.

Am 25. Oktober 2007 wurde die Veranstaltung von der FIA genehmigt; damit findet die Live-Übertragung des Rennens in Europa durch die Zeitverschiebung wie gewohnt am Nachmittag statt.

Quelle: Wikipedia